Gebrauchte Software: die günstige Alternative zum Neukauf

Vor allem für Unternehmen, aber auch ambitionierte Privatanwender ist eine gute Softwareausstattung wichtig. Der Kauf von Microsoft Office, Photoshop und Co. kann aber schnell mal einen vierstelligen Betrag kosten. Doch das muss nicht sein. Die Lösung ist gebrauchte Software. Was jetzt irgendwie ein bisschen nach Ramsch und Flohmarkt klingt, ist in Wirklichkeit eine gute und legale Möglichkeit, professionelle und hochwertige Software zum kleinen Preis zu kaufen.

Die Vorteile gebrauchter Software

Der große Vorteil ist auf jeden Fall der günstige Preis. In der Regel ist gebrauchte Software um die 20 bis 50 Prozent günstiger als ein Neukauf. Zudem gibt es bei gebrauchter Software die Möglichkeit, ältere Versionen zu erhalten. Dies ist zum Beispiel interessant, wenn diese bereits bekannt und der Umgang damit gewohnt ist oder diese Version im gesamten Unternehmen verwendet wird. Im Handel sind ältere Versionen als Neuware hingegen selten erhältlich. Ein weiterer Vorteil ist die Ausgereiftheit älterer Softwareversionen, da diese weniger Bugs enthalten als ggf. die neueste Version.
Aber nicht nur Geld sparen ist mit dem Ankauf von gebrauchter Software möglich. Liegen noch irgendwo alte und ungenutzte Lizenzen von Programmen herum, liegt ein Verkauf nahe. Dann gibt es zwar nicht mehr den damaligen Kaufpreis zurück, aber ein kleiner Obolus lässt sich damit doch noch verdienen. Den kann dann z. B. in die Anschaffung neuer Gebrauchtsoftware reinvestiert werden.

Was Sie beim Kauf beachten sollten

Der Handel mit gebrauchter Software ist eigentlich ein Handel mit Lizenzen. Meist handelt es sich hierbei um Lizenzen, die bei Umstrukturierungen, Insolvenzen und einem Stellenabbau von Unternehmen übrig sind. Der Weiterverkauf ist hierbei vollkommen legal, wie der Europäische Gerichtshof (EuGH) am 3. Juli 2012 im Prozess UsedSoft gegen Oracle endgültig entschieden hat. Der Weiterverkauf ist gestattet, solange der Verkäufer ein unbefristetes Nutzungsrecht an der entsprechenden Software hält. Die rechtliche Grundlage für den Handel mit Gebrauchtsoftware ist der vielzitierte Erschöpfungsgrundsatz. Laut diesem steht dem Softwarehersteller nur einmal das Verbreitungsrecht für seine Produkte zu. Wurde dieses durch den Verkauf der Software genutzt, ist dieses Recht „erschöpft“ und die Software darf vom Käufer weiter veräußert werden. Diese Möglichkeit kann auch nicht durch Lizenzvereinbarungen untersagt werden.
Es gibt viele verschiedene Händler, die sich auf den Verkauf von Gebrauchtsoftware spezialisiert haben und bei denen Schnäppchen warten. Sowohl beim Verkauf als auch beim Ankauf ist eine seriöse Lizenzkontrolle samt zuverlässigem Lizenzmanagement wichtig, wie es zum Beispiel beim USC Shop gewährleistet ist. Es muss sicher sein, dass der Verkäufer auch wirklich berechtigt ist, diese Lizenz zu veräußern.

Ein Gedanke zu „Gebrauchte Software: die günstige Alternative zum Neukauf

  • 29. Oktober 2017 um 8:49
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    Tatsächlich ist es wichtig, dass seriös und lückenlos dokumentiert wird, dass der Erstkäufer all seine Kopien aus der Cloud und von den Rechnern gelöscht hat. Nur so kann gebrauchte Software zu 100% legal erworben werden. Deshalb ist so existenziell, dass man gebrauchte Software nur bei geprüften und seriösen Händlern erwirbt.

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